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12 – Umsatz & Gewinn mit Imbiss, Street Food & Food Truck.

 

 

Hartnäckige, aber dennoch falsche Gerüchte halten sich, dass man mit einem Imbiss oder Foodtruck ganz schnell Geld machen kann. Wenn Sie bis hierhin alles gelesen haben, wissen Sie, dass dies Unsinn ist.

Auf der anderen Seite gibt es immer wieder engagierte Betreiber, die an einer stark frequentierten Stelle stehen und auf einen Jahresumsatz von über 100.000.- Euro und mehr kommen.

 

Photo_by_Gerd_Ackermann_www.imbisskult.de

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Ich weiß: Sie wollen wissen, wie viel Tagesumsatz man mit einem Imbiss macht. Die Frage ist jedoch so komplex wie „Was kostet eigentlich ein gebrauchtes Auto?

 

Ihr Umsatz und Ihr Gewinn mit Imbiss, Street Food oder Food Truck?

 

Viele Faktoren sind abhängig, die Sie oft schon kennen,wenn Sie bis hierher alle Kapitel durchgearbeitet haben.

Hier einige mögliche Faktoren, die Ihren Umsatz beeinflussen:

 

  • Haben Sie einen guten Standplatz, der stark frequentiert wird (Siehe auch Kapitel 11: „Standplatzsuche“?
  • Wie hoch ist Ihre monatliche Belastung für die Standplatzmiete?
  • In welchem Preissegment befinden sich Ihre Angebote?
  • Wie hoch ist die Akzeptanz Ihrer Angebote?
  • Welche weiteren laufenden Kosten haben Sie noch „rund um Ihren Betrieb?“
  • Müssen Sie zusätzliches Personal einstellen?
  • Haben Sie Krankheit, Urlaub und andere Arbeitsausfälle Ihrerseits und die Ihres Personals einkalkuliert?
  • Wie hoch sind die Belastungen durch Ihre Bank?
  • Wieviel wollen Sie eigentlich im Monat verdienen?

 

Dies Frageliste ließe sich noch weiter ausbauen; sehen Sie die o.a. Punkte als Eckpfeiler, die sich auch noch durch die persönliche Situation erweitern lassen.

Und welche Umsätze sind nun mit einem Imbiss, Streetfood-Unternehmen oder Food Truck im Einmann-Betrieb möglich?

Sicher haben Sie schon Umsatzzahlen gehört und wollen nun auch „Planen“. Denken Sie daran, dass diese von Ihnen gehörten Umsatzzahlen oft geschönt und absolut unrealistisch sind und sich zum anderen niemand in die „Karten schauen“ lassen will.

Nehmen Sie daher folgende Zahlen als unverbindliche Empfehlung, ohne jede Gewähr:

 

Bis 200.- Euro Umsatz täglich:

Mit diesem Umsatz müssten Sie streng genommen betriebswirtschaftlich gesehen untergehen.
Aber: Vielleicht steht der Besitzer ja auf eigenem Grund? Oder der Verkaufswagen ist seit Jahren abbezahlt? Oder er macht diesen Job als Rentner nur zum Zeitvertreib? Oder ein Teil seiner Umsätze verschwindet unter der Ladentheke (Achtung: Siehe auch Thema Steuerhinterziehung!)?

 

250.- – 500.- Euro Umsatz täglich:

Vom betriebswirtschaftlichen gesehen fängt es bei 300.- Euro Tagesumsatz an interessant zu werden. Jedoch um auf bis zu 500.- Euro Tagesumsatz mit einem Foodtruck zu kommen, muss Ihr Laden perfekt laufen.

 

Ab 500.- Euro Umsatz täglich:

Auch diese Fastfood-Betreiber gibt es. Nur: Je höher der Umsatz wird, desto mehr Arbeitsaufwand haben Sie und Sie werden dann in der Regel Personal benötigen, welches wiederum oft Ihren Gewinn schmälert.

Gehen Sie auch in dieser Branche von fünf Betriebstagen pro Woche aus, um finanziell bestehen zu können.

Und wenn Sie wissen möchten, welchen Umsatz Sie mit Ihrem Imbiss oder Foodtruck erzielen können, dann kontaktieren Sie mich HIER, – kostenlos.

 

Photo-by-R_K_B_by_Rolf-Handke_www.pixelio.de

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Ganz grob: „Faktor 3“ – ziemlich realistisch!

Deshalb ist auch die Kalkulation Ihrer Waren sehr wichtig. Ein Betriebswirt könnte Ihnen nun verschiedene Kalkulationsverfahren vorstellen, die Sie vielleicht jetzt, gerade am Anfang nur verwirren. Gehen Sie den einfacheren Weg und nehmen Sie den „Faktor 3“, der in der Gastronomie verwendet wird. Streng genommen ist es der „Faktor 2,9“, aber gerade jetzt am Anfang, der Einfachheit halber runden Sie einfach auf „3“ auf.

Grob ausgedrückt heißt dies, dass der Endverkaufspreis dreimal so hoch wie der Wareneinsatz sein sollte. Dabei wird Ihre Arbeitszeit zum Herstellen der Speisen, sowie Energiekosten, Fetten, Gewürzen und dergleichen nicht berücksichtigt. Daher ist es auch entscheidend, in welchen Mengen Sie Ihre Waren bestellen, wodurch der Einkaufspreis sinkt.

Die Gewinnspannen sind in der Gastronomie sehr unterschiedlich. Während Sie bei Getränken eher weniger verdienen, machen Sie mit Ihrer Portion Pommes einen riesigen Gewinn, in diesem Fall spricht man von einer Mischkalkulation.

Die höchsten Margen werden Sie in jedem Fall mit Pommes, Kaffee und Tee machen. Auch beim Discounter gibt es das Pfund brauchbaren Filterkaffee durchaus, es muss ja nicht unbedingt die „Krönung“ sein. Ein Pappbecher Ihres Gebräues geht ab 2.- Euro als „to go“ raus. Nun rechnen Sie selbst aus, wie viele Becher Kaffee Sie aus einem Pfund herausholen können.

Beim Tee ist der Gewinn noch höher: Ein Beutelchen kostet wenige Cent (!), Sie verkaufen ihn heiß mit Zucker, Zitrone oder Milch ab 1,50.- Euro. Beim „Türken“ gibt es das Pfund schwarzer Tee ab 6 Euro aufwärts, – in durchaus guter Qualität. So können Sie Ihre Marge noch einmal erhöhen.

Orientieren Sie sich auch an den Preisen der Konkurrenz, aber versuchen Sie jetzt nicht, sie zu unterbieten, denn dies lässt Ihre finanzielle Situation gerade am Anfang nicht zu und:

 

Auch Sie haben Ihre laufenden Kosten!

 

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Spitzenzeiten ermitteln bedeutet:

„Wann habe ich den meisten Stress?“

Die Spitzenzeiten für einen Imbiss, in denen Sie richtig Umsatz machen, sind immer von Ihrer Klientel abhängig. Haben Sie in einer Fußgängerzone viel Laufkundschaft, werden Sie immer verkaufen. Stehen Sie mit Ihrem Hähnchengrill an einer Ausfallstrasse, werden Sie das stärkste Geschäft ab Nachmittag haben, wenn die Leute nach Hause fahren. Auf Geländen von Firmen haben Sie das beste Geschäft vormittags zur Brotzeit und dann wiederum um die Mittagszeit.

Um in Ihrem Betrieb erfolgreich zu arbeiten, sollten Sie noch an folgende Tipps denken. Es sind wirklich keine Betriebsgeheimnisse, sondern eher Selbstverständlichkeiten in einer Dienstleistungsbranche.

 

Werbeaktionen:

Wer nicht wirbt, der stirbt (Französisches Sprichwort).

Machen Sie zeitliche Aktionen für ein bestimmtes günstiges Speiseangebot. Machen Sie bitte nicht so eine zeitlich unbefristete Aktion „Tipp des Tages: Heute Bratwurst“ wie es ein Quereinsteiger an einer stark befahrenen Straße in München Monate lang machte.

Dies ist kein origineller Tipp, sondern ein eher langweiliges Angebot, an dem man sich schnell satt sieht. Hinzu kam, dass es dort so gut wie keine Laufkundschaft gab und Autofahrer keine Möglichkeit hatten, zu halten. Die Bude schloss nach wenigen Monaten.

 

Den Jahreszeiten anpassen heißt auch heißer Tee im Winter und Eistee im Sommer

Bieten Sie im Winter etwas Heißes und Deftiges an, im Sommer eisgekühlte Getränke. Vielleicht brauen Sie selber einen Eistee und servieren ihn in der Hitze mit Eiswürfeln und Zitronensaft. Das bringt zusätzliches, schnell verdientes Geld in Ihre Kasse.

 

Einfach mehr verkaufen mit Suggestivfragen!

Reden Sie dem Gast Ergänzungen, die er vielleicht gar nicht wollte, ein wie „Mit Pommes?“ oder „Was möchten Sie trinken?“.

Oftmals fällt dem Gast bei dieser Frage erst ein, dass er ja auch etwas trinken möchte. Und oft wollen die Leute nicht knausrig sein und antworten dann mit ja.

 

 

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Ihre persönliche Einstellung zu Ihren Gästen:

Mindestens ein preiswertes Angebot!

Haben Sie für den Gast, der nicht soviel Geld hat, auch ein preiswertes Angebot. Auch er wird wiederkommen, wenn es ihm geschmeckt hat…

 

„To go“, für die ganz Eiligen und Wichtigen…

Fördern Sie das „Außer-Haus-Geschäft“, machen Sie den Gästen klar, dass man Ihre Angebote nicht nur „auf die Schnelle“ vor Ihrem Stand essen kann, sondern auch mit nach Hause nehmen kann, wo es immer noch heiß – weil fachmännisch verpackt – wohlschmeckend verzehrt werden kann.

 

Das A und O: Zufriedene Gäste!

Ein Gast wird nicht wiederkommen, wenn es ihm nicht geschmeckt hat und er wird dies rein statistisch an bis zu 20 Personen weitergeben. Ein zufriedener Gast kommt wieder und wird Sie auch weiter empfehlen. Stammkunden, die Sie auf diese Art aufbauen, werden Ihre treuesten und dankbarsten Gäste sein.

 

 

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