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5 – Gaststättenrechtliche Mindestanforderungen
für einen Imbiss oder Food Truck

 

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Die nachfolgenden gaststättenrechtlichen Mindestanforderungen der Stadt München an einen Imbiss oder Food Truck beziehen sich auf fest aufgestellte, d.h. auf Dauer errichtete Imbisskioske / Imbisswägen mit Ausschank alkoholfreier Getränke und ohne Getränkeschankanlage.

Deshalb jetzt keine Angst vor den vielen Bestimmungen, – es sind im Grunde wirklich nur Mindestanforderungen für einen sauberen und professionellen Betrieb.

 

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Lebensmittelhygiene

Jeder, der Lebensmittel herstellt, behandelt oder in Verkehr bringt, haftet zivil- und strafrechtlich dafür, dass dies einwandfrei erfolgt!

Daher werden auch Sie gelegentlich von einem Lebensmittel-Kontrolleur besucht und Ihr Imbiss auf Hygienemängel hin untersucht. Beim ersten Mal bittet er Sie bei einem Mangel freundlich um Abhilfe, beim zweiten Mal wegen desselben Mangels wird der Ton schon sachlicher. Bei weiteren Verstößen gibt eine Geldbuße. Bei Uneinsichtigkeit Ihrerseits kann dies bis zu einer temporären Schließung Ihrer Betriebsstätte führen.

Eigentlich sollten Sie froh sein, wenn Sie bei einer Prüfung auf Mängel hingewiesen werden. Falls nicht, haben Sie dann auch das beruhigende Gefühl, dass in Ihrem Betrieb alles in Ordnung ist. Also, halten Sie in Ihrer Küche alles penibel sauber, denn in manchen Lebensmitteln können sich Krankheitserreger besonders leicht vermehren.

 

Dazu gehören:

  • Fleisch und Wurstwaren
  • Milch und Milchprodukte
  • Eier und Eierspeisen (insbesondere aus rohen Eiern)
  • Backwaren mit nicht durchgebackener oder durcherhitzter Füllung (z.B. Sahne-
    torten) Fische, Krebse, Weichtiere („frutti di mare“ etc.)
  • Speiseeis und Speiseeishalberzeugnisse
  • Feinkost-, Rohkost- und Kartoffelsalate, Marinaden, Mayonnaisen und Saucen.

 

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Gesetzliche Tätigkeitsverbote gelten für Personen mit

  • akuter infektiöser Gastroenteritis (plötzlich auftretender, ansteckender Durchfall, evtl. begleitet von Übelkeit, Erbrechen, Fieber, ausgelöst durch Bakterien oder Viren, Typhus oder Paratyphus, Virushepatitis A oder E (Leberentzündung) und infizierten Wunden,
  • oder einer Hautkrankheit, wenn dadurch die Möglichkeit besteht, dass Krankheitserreger in Lebensmittel gelangen und damit auf andere Menschen übertragen werden können.

 

Diese Betroffenen dürfen nach dem Infektionsschutzgesetz mit den genannten Lebensmitteln außerhalb des privaten hauswirtschaftlichen Bereichs nicht umgehen. Dabei ist es unerheblich, ob ein Arzt die Erkrankung festgestellt hat oder aber lediglich entsprechende Krankheitserscheinungen vorliegen, die einen dementsprechenden Verdacht nahe legen.

 

Vor allem folgende Symptome weisen auf Krankheiten hin, insbesondere wenn sie nach einem Auslandsaufenthalt auftreten:

  • Durchfall mit mehr als zwei dünnflüssigen Stühlen pro Tag, gegebenenfalls mit Übelkeit, Erbrechen und Fieber,
  • Hohes Fieber mit schweren Kopf-, Bauch- oder Gelenkschmerzen und Verstopfung sind Zeichen für Typhus und Paratyphus,
  • Gelbfärbung der Haut und der Augenäpfel weisen auf eine Virushepatitis hin,
  • Wunden und offene Hautstellen, wenn sie gerötet, schmierig belegt, nässend oder geschwollen sind.

 

Sollten bei Ihnen solche Krankheitszeichen auftreten, dann gehen Sie sofort zum Arzt!

 

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Wichtige Hygiene-Regeln im Umgang mit Ihren Lebensmitteln:

  • Verwenden Sie zum Händetrocknen Einwegtücher.
  • Legen Sie vor Arbeitsbeginn Fingerringe und Armbanduhr ab.
  • Tragen Sie saubere Schutzkleidung (Evtl. Kopfhaube, Kittel).
  • Vermeiden Sie durch Einmalhandschuhe direkten Kontakt mit Lebensmitteln.
  • Husten oder niesen Sie nicht auf Lebensmittel.
  • Decken Sie auch kleine Wunden an Händen und Armen mit einem sauberen, wasserundurchlässigen Pflaster ab.
  • Waschen Sie sich daher vor Arbeitsantritt, vor jedem neuen Arbeitsgang und selbstverständlich nach jedem Toilettenbesuch gründlich die Hände mit Seife unter fließendem Wasser.

 

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