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14 – Ein „klassisches“ Imbiss-Speisenangebot mit
der „Angabepflicht von Zusatzstoffen auf der Speisekarte“

 

Hier ein stark vereinfachtes Beispiel für eine Speisekarte:

 

  • Speisen: Spagetti im Parmesanlaib mit Trüffel, 5,50.- Euro
    Spagetti im Parmesanlaib mit Ruccola oder Tomaten, 6,50.- Euro
    Spagetti Tomate Mozarella, 6,50.- Euro
    Weitere Varianten, 6,50.- Euro

 

  • Getränke:

    0,5 l Flasche Cola oder Fanta: 1,90 Euro + 0,25 Euro Pfand
    0,5 l Flasche Wasser mit oder ohne Kohlensure: 1 Euro 0,5 Liter + 0,25 Euro Pfand
    1 Tasse Kaffee: 1,50.- Euro
    1 Tasse Cappuccino: 1,90 Euro

 

Ist Ihnen bei der Speisekarte etwas aufgefallen?

 

Es fehlt die gesetzlich vorgeschriebene Auflistung der Zusatzstoffe in den Speisen und Getränken. Die Angabe der Zusatzstoffe auf der Speisekarte ist Pflicht!

Laut „Verordnung zur Neuordnung lebensmittelrechtlicher Vorschriften über Zusatzstoffe“ von 1998 müssen Gastwirte und natürlich auch Imbiss- und FoodtruckBetreiber alle Zusatzstoffe, die sich in Speisen und Getränken befinden, auf der Speisekarte angeben. Dies wird vermehrt durch die Behörden kontrolliert und bei Nichtbeachtung mit einem oft saftigen Bußgeld geahndet.

Aber neben der Zusatzstoffeverordnung gelten noch andere Vorschriften zur Kennzeichnungsplicht. Nähere Ausführungen erhalten Sie hier von der Dehoga.

 

KULT-Photo-by-R_K_B_by_Rainer-Sturm_www.pixelio.de

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Folgende 14 Zusatzstoffgruppen müssen Sie unbedingt auf Ihrer Speisekarte angeben:

  1. mit Farbstoff(en)
  2. mit Konservierungstoff(en)
  3. mit Antioxidationsmittel
  4. mit Geschmachsverstärker(n)
  5. mit Schwefeldioxyd
  6. mit Schwärzungsmittel
  7. mit Phosphat
  8. mit Milcheiweiß
  9. koffeinhaltig
  10. chininhaltig
  11. gewachst
  12. mit Taurin
  13. enthält eine Phenylalaninquelle
  14. mit Süssungsmittel

 

Die Punkte 1 bis 13 können als Fußnote angegeben werden, der Punkt 14 muss bei der „Verkehrsbezeichnung“ direkt mit angegeben werden. Keine Angst: Das Ganze klingt sehr kompliziert, ist es aber durchaus nicht wie Sie hier auf der „Musterspeisekarte für Kennzeichnung von Zusatzstoffen“ sehen. Dort finden Sie jeden Zusatzstoff ausführlich erklärt und können sich selbst Ihre eigene Speisekarte mit den korrekten Angaben zusammenstellen.

 

Photo-by-R_K_by_Paul-Georg-Meister_www.pixelio.de

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Doch zurück zur Speisekarte

„Um Himmels willen“ werden Sie vielleicht entgegnen, „das ist ja gar kein besonderes Angebot!“. Und Sie wollten es doch ganz anders machen, Spezialitäten aus der Region anbieten, selber Mittagsgerichte kochen und gastronomische Spezialitäten verkaufen.

 

Anfangs „kleine Brötchen backen“.

Dieses klassische Speiseangebot gerade am Anfang einer Geschäftsgründung  Vorteile.

Die Vorbereitung der Speisen ist einfach und der Wareneinsatz ist nicht hoch.

Sie benötigen noch keine kostspieligen Geräte und Ihre gastronomischen Erfahrungen, speziell die der Küche, müssen nicht besonders ausgeprägt zu sein. Mit diesem „klassischen Imbiss-Programm“ können Sie nach Herzenslust loslegen und Ihre ersten Erfahrungen sammeln.

 

Dringende Voraussetzung hierfür:
Der Standplatz muss stimmen!

 

Sie können im Laufe der Zeit Ihr Programm erweitern, vielleicht bieten Sie frisch zubereitete belegte Fisch- oder Wurstbrötchen an oder kreieren Ihre „Super-Spezial-Sauce“ für eine Currywurst. Oder Sie runden Ihr Ketchup mit frischen Gewürzen ab.

 

KULT-Photo-by-R_K_by_Betty_www.pixelio.de

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Im Trend ungebrochen

Die früher oft verpönte „Fingerfood“, also der Spaß des Menschen mit den Fingern zu essen wie Pommes, Hamburger, panierte Hähnchenteile ist heute Kult und mehr denn je und aus der Fastfood-Gastronomie nicht mehr wegzudenken.

Sie benötigen dafür keine zusätzliche Konfektionierung, weder Geschirr und Besteck, teure Geräteinvestitionen entfallen und die Serviette bzw. die Verpackung entsorgt der Gast am nächsten Papierkorb.

 

Keine teuren Experimente

Experimentieren Sie am Anfang nicht mit exotischen oder trendigen Angeboten, welche oft die Anschaffung von zusätzlichen Geräten notwendig macht.
Denn Ihr Umsatz steht dann nicht mehr wegen des erhöhten Arbeitsaufwandes und der höheren Kapitalbindung in einem vernünftigen Verhältnis zum Ertrag.

 

Lernen Sie zunächst wichtige und elementare Dinge:

 

  • Wie Sie Pommes erneut in der Friteuse aufbacken und diese dann auch noch wie frisch aussehen und schmecken,
  • wie Sie es timen, Ihre 50 gegrillten Hähnchen an den Mann zu bringen und zwar genau dann, wenn sie so richtig knusprig sind und die Kunden gerade kommen,
  • wie der Teig Ihrer belegten Fischbrötchen nicht nach 20 Minuten von der Essiggurke und dem Fisch durchnässt wird,
  • und wie lange Sie Ihre fertige Currywurst auf dem Bräter in Parkposition belassen können und sie dabei frisch ausschaut.

 

Unterstützung durch Familienmitglieder.

Da Sie oft noch nicht wissen, wann Sie Spitzenzeiten in Ihrem Imbiss haben, beziehen Sie, wenn möglich Familienmitglieder mit in Ihr Unternehmen ein. Gerade mit deren Hilfe können Sie den größten Ansturm souverän abfangen.

Ein weiterer Vorteil ist der, dass ein “selbstausbeutender Familienbetrieb“, so zynisch der Begriff klingen mag, nur geringe Lohnkosten hat und dass einzelne Familienmitglieder in „Multifunktionen“ oft zu Unzeiten unter Bedingungen eingesetzt werden, bei denen normalerweise Ärger mit Arbeitnehmerverbänden und Gewerkschaften vorprogrammiert wäre.

 

KULT-Photo-by-R_B_by_Karl-Heinz-Laube_www.pixelio.de

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Hilfe & Beratung

Sollten Sie Schwierigkeiten bei Ihrer Imbiss-Gründung, Ärger mit Behörden oder sonstige Fragen zu Ihrem Projekt haben, bekommen Sie hier meine fachliche Hilfe.