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4 – Der „öffentliche“ Imbiss- und Foodtruck-Standplatz

 

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Ich ahnte es schon: Sie haben da schon einen bestimmtes Grundstück im Auge, einen idealen Standplatz. Und machen bereits heimlich Ihre Pläne. Da gibt es zudem viel Laufkundschaft und Autos können dort auch halten. Genau dort wollen Sie Ihren Imbiss  oder Foodtruck eröffnen! Jetzt besorgen Sie sich onlineeinen Bauantrag von Ihrem Bauamt. Zwischenzeitlich versuchen Sie auch noch mit mehr oder weniger Schwierigkeiten eine Katastermappe mit der Flurnummer in einem Bestandsverzeichnis zu bekommen.

Nachdem Sie vielleicht vergeblich versucht haben, den Bauantrag ordnungsgemäß auszufüllen, geben Sie entnervt auf und wollen dies direkt beim Bauamt regeln. Zusammen mit einem teilnahmslosen Beamten füllen Sie ihn korrekt aus und lassen ihn gleich dort. Nach mehreren Monaten und unzähligen Zwischenanfragen durch das Amt wird Ihr Antrag fast immer abgelehnt, – aus den verschiedensten Gründen. Natürlich können Sie Einspruch erheben, doch vergessen Sie es.

 

Photo_by_Gerd_Ackermann_www.imbisskult.de

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Die Gründe für eine Ablehnung sind leicht zu erklären: Wenn der von Ihnen gewünschte Platz die Voraussetzungen für einen Imbiss hätte, stünde schon ein anderer darauf. Ganz einfach.

Doch der eigentliche Grund für die Ablehnung liegt auch oft darin: Die Baureferate größer Städte haben wenig Interesse, „freistehenden Imbisse und Foodtrucks“ in der Stadt zu genehmigen. Und dann wird einfach „restriktiv“ verfahren.

Da kommt beispielsweise ein Junggründer mit einem 70-Jahre alten Zirkuswagen als eyecatcher und möchte darin seine Spareribs grillen und verkaufen. Die Anwohner sind jedoch auf einmal der Meinung, dass der Foodtruck den ganzen Straßenzug verschandelt und sammeln nun eifrig Unterschriften. Ein Anwohner hat auf einmal sogar akute Asthmaanfälle bei auftretendem Grillgeruch und eine neu formierte Bürgerinitiative protestiert plötzlich gegen den Verkauf von Fastfood an Kinder.

Und da sind dann noch für die Nutzung von öffentlichen Straßen und Wegen spezielle Sondervorschriften zu beachten. Also, das vergessen Sie besser!

Denn: Öffentliche Wege und Straßen sind für jedermann gedacht und sollen von allen Bürgern genutzt werden können. Daher die  schnellen Ablehnungen und oft schwer nachvollziehbaren Begründungen der Bauämter.

Doch es werden auch Ausnahmen gemacht, wie die sogenannte Sondernutzungserlaubnis, Gestattung und „Verkehrsaufsichtliche Erlaubnis auf öffentlichem Grund“ wie zum Beispiel für einen Gemüsehändler, einen Obst-Verkaufstand oder einen Glühweinstand zur Weihnachtszeit.

Doch selbst Gerüstfirmen benötigen Sondergenehmigungen, wenn deren Gerüstteile nur wenige Zentimeter auf öffentlichem Grund stehen, meistens aus versicherungstechnischen Gründen – und jede Stadt kann dies mehr oder weniger restriktiv handhaben.

Wenn Sie Ihrer Kundschaft die Speisen und Getränke nur mitgeben, haben Sie rechtlich gesehen den Status des Einzelhandels. Unter dieser Voraussetzung dürfen Waren vor Ihrem Imbiss auch gar nicht verzehrt werden. Dies bedeutet streng genommen, dass Sie den Gast, der hungrig seine gekaufte Bratwurstsemmel vor Ihrer Imbissbude oder Ihrem Foodtruck verschlingen will, quasi verscheuchen müssten. Doch in so einem Fall drücken die Gewerbeämter in der Regel schom ‚mal ein Auge zu.

 

Photo-by-www.gamo-verkaufsmobile.de

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Planen Sie also den Verzehr Ihrer Waren an Ort und Stelle, d.h. vor Ihrem Imbiss  oder Foodtruck, unterliegen Sie dem Gaststättenrecht. Dafür benötigen Sie wiederum eine Gaststättengenehmigung. Dies geht dann wieder in eine ganz andere Richtung und wird dann richtig teuer: Sie müssen sich auf Wasserzufuhr und Abfluss kümmern und einen Stromanschluss brauchen Sie auch. Manche kommunalen Vorschriften verbieten auch Papp- und Plastikgeschirr, machen Sie sich daher vorher bei Ihrem Bauamt kundig.

Des weiteren bräuchten Sie auf dem öffentlichen Grundstück in München für Ihren Imbiss einen Anschluss für Wasser und Stromversorgung und eine Abwassermöglichkeit und seit neuestem eine eigene Toilette mit Wasseranschluss und Brauchwasser-Entsorgung,
und zwar nur für Sie!

 

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Zusammenfassung:

Ein Imbiss- oder Foodtruck-Standplatz auf öffentlichem Grund in Großstädten ist mit so vielen Vorschriften, Bestimmungen und Kosten verbunden, dass es in der Regel Ihr Projekt unrentabel werden lässt.

Jetzt lassen Sie sich bitte nicht aus der Ruhe bringen wegen der vielen Vorschriften. Sie können trotzdem bald loslegen und zwar auf einem privaten Standplatz, auch “ in der Öffentlichkeit.“ Davon gibt es mehr als genug!

 

Wenn Sie jedoch erfahren wollen:

 

  • Wo Sie mit einer gezielten Suche garantiert einen Standplatz auf privatem, gewerblichen und sogar öffentlichem Grundstück bekommen,
  •  Auf welche 8 wichtigen Punkte Sie unbedingt bei Ihrer Standortwahl   achten müssen,
  •  Was Sie an Miete für Ihren Imbiss-Standplatz zahlen müssen,
  • und wie Sie eine korrekte Standplatz-Bewerbung für Ihren Imbiss verfassen
    (mit Muster-Anschreiben & Bewerbung).

 

dann geht es für Sie in der Rubrik  „Der private Standplatz, – mit Spezialisierungen“  hier weiter:

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Photo-by-www.kingofsandwich.de

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Sollten Sie Schwierigkeiten bei Ihrer Imbiss-Gründung, Ärger mit Behörden oder sonstige Fragen zu Ihrem Projekt haben, bekommen Sie hier meine fachliche Hilfe.